Jugendfahrt ins Elbsandsteingebirge (10.-13.05.2018)

Ein Gruppen-Bericht

14. Mai 2018, Louie, Hanna, Michi, Melli

1.Tag: Donnerstag

Unsere Reise fing in Berlin an. Björn, Michi, Flo, Melli, Hanna und ich (Louie) sind zusammen mit dem Flixbus nach Dresden gefahren. Während der Fahrt haben wir Mellis Leidenschaft für das Beobachten von anderen Menschen entdeckt. Besonders Michi. Beim Schlafen. Von Dresden aus sind wir zusammen mit einer Gruppe von Männertag Männern und Frauen mit der S-Bahn bis Bad Schandau gefahren.
Schließlich sind wir nochmal mit dem Bus bis zu „irgendeinem Eck“ gefahren und von da
aus zur Boofe gewandert. Aber nicht ohne uns ein paar Mal zu verlaufen, trotz der Hilfe von Björns „Bussole“. Bei der Boofe angekommen, haben wir mit der Gruppe aus Jena und Dresden Kennenlernen-Spiel gespielt und uns in einer Reihe dem Alter nach aufgestellt. Von 8 bis 37!
Außerdem hat uns Lena das legendäre Ablachsen beigebracht.
Nachdem Michi und ich mit Björn nochmal das Abseilen gelernt haben, hat sich die Gruppe entschlossen, trotz des ankriechenden Gewitters und etwas später Uhrzeit, klettern zu gehen. Wir mussten nur ca. 15 Minuten laufen bis wir einen schönen Kletterfelsen gefunden hatten. Dort sind wir dann auch die nächsten Stunden rumgeklettert, vorgestiegen und getoproped. Und die einzige Nahrung die wir hatten, waren Mellis Proteinbällchen ... sehr lecker 😛 Die kleine Magda ist sogar
noch eine der schwierigsten Routen geklettert. Obwohl sie es nicht geschafft hat, was nur daran lag, dass sie mini ist, hat sie es knapp 40 Minuten lang immer wieder probiert! Sehr beeindruckend, muss man schon sagen 🙂 Heute probiert sie es nochmal!
Wir sind alle erst im Dunkeln dann zurückgekehrt, was die Essensvorbereitung wesentlich schwieriger machte ... Aber nach etwa 2 Stunden waren die Nudeln mit Tomatensoße fertig. Endlich. Mal sehen wie es morgen aussieht und was wir machen werden ... hoffentlich lassen uns die Kleineren ausschlafen!!!

-Louie

2.Tag: Freitag
Obwohl wir lange schlafen konnten, war der Morgen erst einmal ungemütlich. Die Kleinen haben eine „Weckaktion“ durchgeführt, zu der zu unserem Übel das Einsammeln von Isomatten und Schlafsäcken gehörte. Da es sich als schwierig herausstellte, das Zeug wieder zurückzubekommen, gingen wir frühstücken. Da fiel uns auf, dass wir über Nacht ein Brot an die Boofen-Mäuse verloren hatten.
Als alle fertig gegessen hatten, gingen wir dann nacheinander zum Kleinstein und kletterten dort. Ein paar der Routen führten durch einen Spalt im Fels, der sich zu einer Art großen Höhle öffnete. Trotz ein paar Problemchen sammelten sich letztendlich alle oben auf dem Gipfel und genossen die Sonne.
Nach einer kleinen Stärkung machten sich die Meisten auf den Rückweg, während wir
Übriggebliebenen noch eine letzte Route kletterten. Und als wir dann ankamen, hatten die anderen schon das Essen vorbereitet, soo lieb waren die 🙂 Nach dem Abendbrot spielten wir dann noch eine Runde Werwolf, bei der die Werwölfe es überraschend doll auf die amtierenden Bürgermeister abgesehen hatten. Und dann schlief die ganze Goldbachboofe nach einem schönen Tag ein ...

-Hanna

3.Tag: Samstag
Nach einem vergleichsweise ruhigen Morgen, an dem alle ausgeschlafen auch brav ihr Obststückchen gegessen und ihre Möhre geknabbert hatten, läuteten wir den sonnigen Tag mit ein paar Spielen im Grünen unten am Bach ein. Die Kleinen präsentierten eine Glanzleistung ihrer Merkfähigkeit beim Bewegungsmemory, während alle anderen ihre Kreativität bei der Darstellung der Spielkarten freien Lauf lassen konnten. Nachdem nach „Chicken Run“ auch das Herz-Kreislauf-System des Letzten angeregt wurde, alle einmal durch Brennnesseln gerannt sind und sich der Eine oder Andere sicherlich eine Zecke eingefangen hatte, konnten wir zum Klettern aufbrechen.
Wir steuerten zunächst wieder das gleiche Basislager wie gestern an. Aufgrund der Spielerei verweilten wir dort dieses Mal nicht allzu lange – im Vergleich zum Tag davor – und zogen so ohne Massagen, Physiotherapie- Beratungsgesprächen und ohne noch einmal den perfekten, epischen Pipi-Spot aufzusuchen, los zum Felsen.
Leider waren wir nicht die Einzigen, die diesen sonnigen Wochenend-Tag zum Klettern nutzen wollten, weshalb wir teilweise umplanen mussten. Allerdings erwies es sich als sehr schwierig, den „Dschungel“ vorzusteigen und nach Björns drittem Versuch siegte dann die Vernunft und da es sich inzwischen etwas geleert hatte, konnten wir letztendlich doch den geplanten Höhlenweg als Aufstieg zum Gipfel des Kleinsteins nehmen. Sicherheit geht vor!
Ein Teil der Gruppe war in der Zeit über den etwas längeren (Anmerkung von Flo: „sehr viel längeren!“) Sonnenwendweg unterwegs und der größte Teil der Gruppe konnte letztendlich den Gipfel über den Luftweg erklimmen. Selbst die Kleinsten konnten stolz die mithochgebrachten Gummibärchen + Kekse genießen. Nach gefühlten 10 Stunden abseilen machten wir uns dann auf den Weg zurück zur Boofe. Auf dem Weg konnten wir hören, wie Melli und Philipp sich noch eine zweite Klettertour gegönnt hatten – der Vorteil der ersten Abseiler.
Während der Couscous vor sich hin köchelte, hatten wir Zeit noch einmal nach Zecken zu suchen, die sich scheinbar pudelwohl bei uns fühlten und sich auch mal so richtig satt essen wollten! Wir wurden jedenfalls definitiv mehrmals fündig. Zwischenzeitlich freute sich vermutlich auch jeder auf eine Dusche oder Wanne zuhause ... Nach einem wieder einmal sehr leckerem Essen saßen alle zur Reflexionsrunde zusammen, bei der unterm Strich nur wirklich wenige und eher belanglose Dinge als negativ bewertet wurden und alle größtenteils sehr glücklich und zufrieden mit der Fahrt waren.
Mit den Worten, dass die entstandenen „kleinen Freundschaften“ zwischen den einzelnen Teilnehmern auf jeden Fall weiter gepflegt werden sollten – in welcher Form auch immer (Besuch in Jena/Berlin/Dresden oder erneute Fahrt gemeinsam ...), neigte sich der Abend dem Ende zu und alle krochen ein letztes Mal in ihre Schlafsäcke in freier Natur.

-Michi

Abreisetag: Sonntag
Als ich am Sonntag verschlafen aufgewacht bin waren viele um mich herum schon am Einpacken. Nur die anderen Berliner und ich haben noch in ihren Schlafsäcken gelegen und geschlafen. Nachdem alle wach waren wurde ein letztes Mal gemeinsam Frühstück gegessen. Als wir aufgegessen hatten fingen die Kinder aus Jena und Dresden an, jeder nacheinander eine Zahl zu nennen..1, 2, 3, 4,..
Irgendwann haben auch wir begriffen was das werden sollte: Eine Verlosung! Als jeder eine Zahl hatte durfte sich jeder nacheinander eine übrig gebliebene Kleinigkeit mitnehmen. Am Ende war kein Essen mehr übrig und alles in den Rucksäcken verstaut. Anschließend gingen wir gemeinsam zur Bushaltestelle und fuhren nach Bad Schandau. Danach fuhren wir noch alle gemeinsam mit der S-Bahn nach Dresden. Dort verabschiedeten wir alle in der Bahn. Von dort aus wollten wir mit der Regionalbahn weiterfahren, die dann leider ausgefallen ist. Deswegen haben wir uns dazu entschlossen in die Dresdener Innenstadt zu gehen um dort ein Eis zu essen. Wir haben uns am Springbrunnen ausgeruht. Björn hat noch mit seinem Kocher einen Kaffee gekocht. Michi und ich sind noch im Springbrunnen planschen gewesen. Die Abkühlung tat echt gut. Dann sind wir mit dem Zug nach Berlin gefahren. Dort sind alle ausgestiegen bis auf Hanna. Sie ist bis Spandau weiter gefahren. Am Ostkreuz habe ich mich von Michi, Björn und Louie verabschiedet.

-Melli

Fotos: Florian und eine anonyme Wanderin